VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK

Aktuelles

Fürstenfeldbruck, 05.02.2017, Presse-Erklärung - Erfolge Radverkehr 2016

Das Verkehrsforum FFB blickt auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt im Jahr 2016 zurück. Durch die noch von OB Pleil verstärkte Mannschaft im Rathaus, mit Hr. Fiedler als neuer Verkehrsplaner, Fr. Gessner als neue Fahrradbeauftragte und der personellen Verstärkung des Ordnungsamtes, lassen sich mehr Projekte als früher anpacken, und manch ersehntes Projekt konnte umgesetzt werden oder ist in Arbeit. Darunter sind die „dicken Brocken“ wie Radverkehrsmaßnahmen in der Augsburger Str. (auf die das Verkehrsforum FFB schon seit 25 Jahren wartet), in der Münchner Str. und dem gesamten Straßenzug Oskar-von-Miller, Fürstenfelder und äußere Schöngeisinger Str. Schlagkräftiger wurde auch unser eigenes Forums-Team durch die intensive Mitarbeit von Stadträtin Alexa Zierl und Martin Haisch (stellvertr. Ortsvorsitzender SPD).

So wurden und werden jetzt Schritt für Schritt Tempo 30 Zonen in allen Wohnvierteln realisiert. Die Bereiche mit Geschwindigkeitsbegrenzungen vor Kindergärten, Schulen und Altenheimen sollen großzügiger gefasst werden. Perfekt geplant und umgesetzt wurde die neue Mittelinsel in der Schöngeisinger Str. Ecke Landsberger Str. Mit ihr wurde ein sicherer Übergang für Schulkinder zum Schwimmbad geschaffen, die Einschleifung der Radfahrer am Radwegende stadteinwärts auf die Fahrbahn gelöst, und die innere Landsberger Straße konnte, ebenso wie die Ettenhoferstr. in Gegenrichtung für Radfahrer freigegeben werden. In der Richard-Higgins-Straße Ecke Geisinger Steig wurde endlich der Zebrastreifen fertig. Am Fuchsbogen konnte ein Schutzstreifen für Radfahrer stadtauswärts markiert werden.

Der Stadt wurde am letzten Runden Tisch Radverkehr Ende November 2016 vom Verkehrsforum FFB eine weitere Liste von Schutzstreifen (Mind.Breite 1,25 m, gestrichelte Linie) übergeben. Denn wenn auf der B2 in der Hauptstraße bergab eine Restspurbreite von 2,25 m für den Autoverkehr ausreicht, dann ist es auch in zahlreichen anderen Straßen möglich, Schutzstreifen zu markieren. Angeregt wurden auch weitere Radweg-Belags-Sanierungen und das Abflachen von Kanten an Radweg-Auffahrten. Die Stadt hat eine Prüfung zugesagt.

Das Verkehrsforum FFB bemüht sich zudem um die Entwicklung von ausgeschilderten Fahrradrouten abseits der viel befahrenen Hauptstraßen. Östlich der Hauptstraße wurden Vorschläge für eine Radltrasse vom Niederbronner Platz über St. Magdalena, einen neuen Ampersteg, Kiener-Hof zum Stockmeier Weg der Stadt übergeben. Und mit Spannung verfolgen wir die Diskussion um den Viehmarkt, um hier eine Radltrasse West vom Volksfestplatz bis zur Lände, Aumühle und Bahnhofstraße zu realisieren. Eine weitere Trasse soll vom Brucker Osten in die Buchenau führen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Brückner

gez. Alexa Zierl, Martin Haisch

VERKEHRSFORUM FFB

Fürstenfeldbruck, 08.01.2017, Offener Brief, Unfälle Zebrastreifen Schöngeisinger Str. (Naturkostladen)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

auf dem Zebrastreifen vor dem Naturkostladen ist am Sa 10.12.2016 zum wiederholten Male ein Fußgänger von einem Auto überfahren worden (SZ 04.03.2015 „Kleinwagen erfasst Mann auf Zebrastreifen“, MM 13.12.2016 „Vor dem City-Point: Auto erfasst Seniorin“). Gerade von Hr. Markus Dieffenbach (Naturkostladen) wurde die Stadt von Anfang an darauf hingewiesen, dass die Absicherung des Zebrastreifens unzureichend ist. Es wurde von ihm kritisiert,

1. … dass auf der Seite stadtauswärts der Übergangsbereich nicht durch bauliche Maßnahmen oder eine Verengung begleitet wird, und 2. … dass der Zebrastreifen nicht durch eine Tempo-Minderung und/oder ein Hinweisschild angekündigt wird. Dadurch wäre der Zebrastreifen für den Autoverkehr zu wenig erkennbar.

3. Zusätzlich würde der Zebrastreifen auch als offizielle Zufahrt für Lieferverkehr zum AEZ missbraucht.

Auch vom VERKEHRSFORUM FFB wurde die Stadt im RTR (Runder Tisch Radverkehr) seit 05.07.2012 auf den Missstand hingewiesen, dass über den abgesenkten Gehwegbereich Anlieferungen des City-Point mit entsprechenden Rangiervorgängen auf dem Zebrastreifen stattfinden, obwohl die ordnungsgemäße Anlieferung im UG vorgesehen ist. Wir bitten deshalb die Stadt nochmals zu prüfen, ob die Anlieferungen in diesem kritischen Bereich erforderlich sind und ob in diesem Bereich Poller eingebaut werden können, in Verlängerung der Pollerreihe unter der Arkade. Poller sind für die Feuerwehrzufahrt kein Problem, da diese herausnehmbar sind.

Desweiteren sehen wir eine der größten Gefahren darin, dass Autofahrer auf der Schöngeisinger Straße zu schnell fahren und durch verschiedene Eindrücke abgelenkt sind. Es handelt sich bei der Schöngeisinger Str. vom Anfang an der Hauptstr. bis zur Bushaltestelle an der Puchermühlstr. um eine belebte Geschäftsstraße mit teils zu schmalen Fußwegen, mit vielen Rangiervorgängen (Ein-/Ausparken, Schrägparkern auf dem Gehweg, Wenden), mit Anlieferungen auf der Fahrbahn, mit hohem Radverkehrsanteil und mit durchgängig die Fahrbahn querendem Fußgängerverkehr. Dafür halten wir eine Höchstgeschwindigkeit von derzeit 50 km/h für absolut fehl am Platze. Staatsstraße hin oder her – die Verkehrssicherheit muss absolute Priorität haben!

Wir fordern deshalb die Stadt auf, von der Hauptstraße bis zur Puchermühlstraße einen sog. „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“ einzurichten, mit Tempo 20 km/h als Höchstgeschwindigkeit. Und natürlich wäre es sinnvoll (aber in Anbetracht der Kosten derzeit kein Muss), dies durch bauliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen zu unterstützen.

Das VERKEHRSFORUM FFB hat zusammen mit dem BUND Naturschutz und dem ADFC dazu bereits am 28.06.2002 ein entsprechendes „Verkehrslenkungs- und Verkehrsberuhigungs-Konzept für die Innenstadt“ bei der Stadt eingereicht, das diesen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich fordert. Das Konzept wurde im Rahmen der „Fortschreibung des Verkehrsmodells Fürstenfeldbruck“ (Stand April 2011) von den Verkehrsexperten der Dorsch International Consultants GmbH beurteilt, mit dem erfreulichen Fazit, „dass sich (dadurch) bereits kurz- und mittelfristig Maßnahmen zur Entlastung der Innenstadt … erzielen lassen“.

Zur Unterstützung dieser Maßnahmen halten wir die Verlegung der St 2054 für sinnvoll. Seit mehr als einem Jahrzehnt wird diskutiert, die Staatsstraße, die von Landsberg kommt und nach Maisach weiterführt, auf die B471 und die Neulindacher Umgehung zu verlegen. Dann hätte die Stadt die alleinige Planungshoheit in der Schöngeisinger Straße für sinnvolle Verkehrberuhigungs- und Verkehrssicherheits-Maßnahmen. Laut Schreiben der Stadt vom 07.07.2014 wurde die Verwaltung im UVA vom 04.06.2014 beauftragt, „eine Rückstufung der St 2054 innerhalb des Stadtgebietes planerisch voranzutreiben“.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Brückner

VERKEHRSFORUM FFB

Mitunterzeichner/innen: Alexa Zierl (SR Grüne), Irene Weinberg (SR BBV), Martin Haisch (SPD), Markus Dieffenbach (Naturkostladen)

Fürstenfeldbruck, 03.12.2016 Leserbrief Bund Naturschutz FFB: Ortsumfahrungen verbreiten sich wie ein Virus

Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 wurde im Bundestag beschlossen. Ein schwarzer Tag für unsere Heimat. Gerade in unserem dicht besiedelten Landkreis und im gesamten Münchner Raum werden noch massiver als in der Vergangenheit Straßen ausgebaut, und wertvolle Natur, Naherholungsgebiete und landwirtschaftliche Flächen versiegelt. Nahezu jede Autobahn und Bundesstraße wird um z.T. mehrere Spuren verbreitert. Dabei ist unser Landkreis jetzt schon Spitzenreiter in der Flächenversiegelung.

Geplant und bald gebaut werden der sechsstreifige Ausbau der A96 und der A99 West und der vierstreifige Ausbau der B471. Realisiert werden sollen eine neue vierstreifige Osttangente Augsburg, die Umgehungen von Hattenhofen und Althegnenberg, die Südumgehung Mammendorf, die Süd- und Ostumgehung Maisach, die Ostumgehung Gernlinden, die Südwestumgehung Olching. Im Gespräch sind die Südumgehung Olching, die Westumgehung Gilching, der Weiterbau der FFB 11, die B471-Untertunnelung von Grafrath, und jetzt auch noch Moorenweis? Die Ortsumfahrungen breiten sich wie ein Virus in unserem Landkreis aus. Wir hinterlassen unseren Enkeln eine zerstückelte Landschaft.

Wie bitte glaubt unser Bundesverkehrsminister und der Bundestag die Beschlüsse vom Klimagipfel Paris 2015 umzusetzen? Daraus folgt eine Reduktion des CO2-Ausstoßes im Verkehrssektor von 35%. Diese ist nicht im Ansatz ersichtlich. Durch weiteren Straßenbau werden der CO2-Ausstoß und auch die Stickstoffdioxidbelastung in gesundheitsgefährdender Weise weiter steigen. Unsere Landkreisgemeinden und München werden im motorisierten Verkehr und steigender Feinstaubbelastung ersticken. Schon wird München durch Gerichtsentscheidungen gezwungen, Fahrverbote zu diskutieren. Eine Verkehrswende, weg vom Auto und hin zum Umweltverbund und vernünftigen Mobilitätskonzepten ist deshalb das Gebot der Stunde, gerade auch in unserem Landkreis. Wer in einer Boomregion „Massen“ mobil halten will, muss konsequent in umweltfreundliche Massenverkehrsmittel investieren, muss Busse und Bahnen fördern.

Doch diese zerstörerischen Straßenprojekte kosten hunderte Millionen unserer Steuergelder. Sie sind Fehl-Investitionen in veraltete überholte Konzepte. Millionen, die beim Ausbau des Schienenverkehrs seit Jahrzehnten und auch in Zukunft fehlen. Die Entscheidung, 3,84 Milliarden für eine 2.Stammstrecke auszugeben, wird die Mangelsituation weiter verstärken. Für sinnvolle Verbesserungen auf den Außenästen der S-Bahnen, für den Ausbau der S4, wird auf Jahrzehnte das Geld fehlen.

Thomas Brückner, BUND Naturschutz Kreisgruppe FFB

Fürstenfeldbruck, 11.02.2017, Leserbrief „Zwei Fliegen mit einer Klappe“

Leserbrief zu

SZ 07.02.17 „Brucker S-Bahnhöfe werden ausgebaut“

TB 07.02.17 „Buchenau: Barrierefreier Ausbau rückt näher“

Während die Pressemeldungen zu den beiden Brucker Bahnhöfen eher unauffällig in der Randspalte Platz fanden, sehen wir als Verkehrsforum FFB darin einen großen Erfolg unseres nochmaligen Einsatzes für den umweltfreundlichen Bahnverkehr, für die Barrierefreiheit und einen großen Gewinn für alle Fahrgäste. Denn alle Bahnsteige im Bahnhof Buchenau sollen jetzt auf das S-Bahn-Niveau angehoben und durch Aufzüge und eine neue Unterführung auch für Behinderte uneingeschränkt zugänglich gemacht werden. Im Aktionsbündnis „Bahnhof Buchenau barrierefrei“ sammelten wir zusammen mit 14 Verbänden und politischen Fraktionen Unterschriften für eine gemeinsame Petition an den Bayrischen Landtag. Dank eines Änderungsantrages der ehem. Grünen-Stadträtin Alexa Zierl hat der Stadtrat im Dezember mehrheitlich die Unterstützung der Forderungen des Aktionsbündnisses und der Petition beschlossen. Herr Bürgermeister Raff konnte nun in Verhandlungen in der Obersten Baubehörde in München den barrierefreien Ausbau erreichen. Unsere Petition an den Landtag erübrigt sich somit. Gleichzeitig wurde vom Aktionsbündnis die Forderung nach einem Regionalzughalt im Bhf. FFB erhoben, der uns im Dez. 2014 durch die Umstellung auf Doppelstockwagen genommen wurde. Die Bayr. Staatsregierung hat nun zugesichert, dass der Bahnsteig Gleis 1 im Bhf. FFB für Regionalzughalte ausgebaut wird. Damit nehmen ein jahreslanges Tauziehen um diese kleine Baumaßnahme und ein Wirrwarr an sich widersprechenden Zu- und Absagen ein unerwartet rasches und glückliches Ende. Nun bleibt nur noch die Hoffnung, dass beide Maßnahmen 2019 umgesetzt werden können.

Thomas Brückner

VERKEHRSFORUM FFB

Aktionsbündnis „Bahnhof Buchenau barrierefrei“ - Beschluss Stadtratssitzung 13.12.2016

Der Stadtrat FFB hat in seiner Sitzung vom 13.12.2016 z.T. einstimmig, z.T. mit großer Mehrheit beschlossen, die Forderungen des Aktionsbündnisses zu unterstützen und die Petition zu unterzeichnen. Im Einzelnen wurde beschlossen:

1. Die Stadt Fürstenfeldbruck fordert die DB auf, ihre Planung für den Umbau des Bahnhofs Buchenau dahingehend zu ändern, dass der Mittelbahnsteig auf 96 cm angehoben wird, um eine komplette Barrierefreiheit auf allen Bahnsteigen herzustellen.

2. Um dies zu ermöglichen, wird der Freistaat Bayern gebeten, seine „Bestellung“ bei der DB dahingehend zu ändern, dass auf die Vorgabe eines möglichen Regionalzughalts am Bahnhof Buchenau verzichtet wird.

3. Die Stadt Fürstenfeldbruck dringt darauf, den Bahnhof Fürstenfeldbruck wie in anderen Kreisstädten für einen Regionalzughalt in einem regelmäßigen Stundentakt auszubauen.

4. Die Stadt schließt sich der Petition an den Bayerischen Landtag zum uneingeschränkt barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Buchenau an und unterzeichnet diese durch den Oberbürgermeister oder seine Vertreter/in.

5. Die Stadt Fürstenfeldbruck fordert die DB auf, die Breite der Bahnsteige unverändert zu lassen, um für die Sicherheit der wartenden Fahrgäste auch bei sehr schnellen Zugdurchfahrten (Beschleunigung Zugstrecke München- Zürich) zu sorgen.

Außerdem wird sich die Stadt - falls erforderlich - an den entstehenden Mehrkosten beteiligen.

Vertreter der Bahn haben signalisiert, dass dies möglich sei, allerdings bis Ende Januar 2017 in das laufende Planungsverfahren eingebracht werden muss, damit der Baubeginn unverändert Anfang 2019 erfolgen kann. Die Einhaltung dieser Zeitschiene überlassen wir nun vertrauensvoll der zuständigen Stadtverwaltung. Außerdem bedanken wir uns beim Stadtrat für die ausgedrückte Anerkennung und Unterstützung unserer Arbeit.

Nachdem der Stadtrat unsere Forderungen auf einen guten Weg gebracht hat, bleibt es dabei, dass die Petition vorerst nicht eingereicht wird und auch endgültig zurückgezogen wird, wenn ein rechtsgültiges Planverfahren unsere Forderungen aufgenommen hat.

21.12.2016 Martin Haisch, Aktionsbündnis und Verkehrsforum FFB

Fürstenfeldbruck 11.12.2016 Offener Brief: Barrierefreiheit, S4-Ausbau und Regionalzughalt

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Raff,

das VERKEHRSFORUM FFB als Mit-Initiator der Petition des Aktionsbündnisses „Bahnhof Buchenau barrierefrei“ schließt sich den Beschlüssen des Bündnisses vom 01.12.2016 an, die Petition zunächst nicht einzureichen, von der Stadt aber eine Mitunterzeichnung zu erwarten. Mit der Erhöhung des Mittelbahnsteiges und mit behindertengerechten Rampen zu den Außenbahnsteigen wären die vorrangigen Forderungen des Bündnisses erfüllt. Jedoch liegen an den S-Bahn-Außenbahnsteigen auch zukünftig die Durchfahrtsgleise der Schnellzüge, die diese mit bis zu 160 km/h befahren können, laut Vertrag mit der Schweiz befahren müssen (Fahrzeit München-Zürich 3 Std. 15 Min.). Die geplante Reduzierung der heute 3 m breiten Bahnsteige auf 2,5 m ist da kontraproduktiv in Bezug auf die Verkehrssicherheit der S-Bahn-Fahrgäste, vor allem von Kindern und behinderten oder alten Menschen. Wir bitten Sie hier dringend darauf hin zu wirken, dass die Bahn von der Reduzierung Abstand nimmt.

Darüber hinaus treten wir als VERKEHRSFORUM FFB für weitere Verbesserungen auf unserer Bahnstrecke München – Lindau ein. Eine Trennung zwischen Ferngleisen und S-Bahngleisen im Bahnhof wäre sowohl aus Gründen der Verkehrssicherheit als auch aus betriebstechnischen Gründen sinnvoll und zukunftsfähig, was einen viergleisigen Ausbau hier zumindest des Bahnhofs bedeuten würde. Zumindest die Grundstücksflächen für ein viertes Gleis sollten freigehalten werden.

Mit Sorge sehen wir deshalb auch die Festlegung des Ausbaus der Strecke auf 3 Gleise von Pasing bis Eichenau, mit Verkauf der Restgrundstücke. Ein viertes Gleis wird dann, wenn wir es in naher Zukunft brauchen, nie mehr möglich sein. Anstatt sich die Zukunft zu verbauen, sollten wir lieber jetzt mit dem gleichen Geld ein kürzeres Stück 4-gleisig ausbauen, und die Ausbaustrecke später stufenweise verlängern. Ein Skandal ist in diesem Zusammenhang die weitere Verschleppung des Streckenausbaues durch DB und Bayr. Staatregierung auf den St. Nimmerleins Tag, nach Fertigstellung der 2.Stammstrecke!

Ein Skandal ist auch die unvermittelte Streichung der Regionalzughalte im Bahnhof FFB vor genau einem Jahr. Bisher waren DB und Bayr. Staatsregierung unfähig, dafür Ersatz zu schaffen. Der Ausbau von Gleis 1 im Bhf. FFB steht genauso in den Sternen wie der gesamte Streckenausbau. Nun sind durch die Erhöhung des Mittelbahnsteigs im Bahnhof Buchenau laut Aussage der DB Regionalzughalte auch dort nicht mehr möglich. Zur Zukunftsfähigkeit der DB gehört es für uns, einen Regionalzughalt zumindest in einem der beiden Bahnhöfe der Großen Kreisstadt anzubieten. Überhaupt können wir die Logik der Verantwortlichen nicht nachvollziehen: Es werden Doppelstock-Züge bestellt und eingesetzt, die für die Bahnsteighöhen untauglich sind! Wäre es nicht klüger, die Züge den Bahnsteighöhen anzupassen, sprich nur solche einzusetzen, die auch die barrierefreien S-Bahnsteighöhen im Münchner Raum anfahren können?

Wir wünschen uns im Interesse der Fahrgäste und der Umwelt schnelle und zukunftsfähige Lösungen, die die Bahn zur wirklichen Alternative zum Auto machen. Wir bitten Sie, Herr Bürgermeister, sich für die Belange der umweltfreundlichen Bahnfahrgäste einzusetzen, die Petition als Stadtoberhaupt mit zu unterzeichnen und die Interessen der Fahrgäste vor Bahn und Staatsregierung energisch zu vertreten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Brückner, gez. Alexa Zierl, Martin Haisch

VERKEHRSFORUM FFB

 

Fürstenfeldbruck, 24.05.2015: Leserbrief zur Verkehrssicherheit in FFB

SZ-Artikel vom 08.05.2015 „Verkehrsberuhigtes Bruck“,

Tagblatt-Artikel vom 08.05.2015 „Mehr Sicherheit mit neuem Tempo-Konzept“

Bei dem von der Stadtverwaltung vorgelegten Verkehrsberuhigungskonzept geht es in erster Linie um Verkehrssicherheit durch die Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeiten in unserer Stadt. Die „Verkehrssicherheits-Initiative“ des Verkehrsforums FFB wurde 2011 – nach dem tödlichen Unfall auf der Oskar-von-Miller-Straße - dem damaligen OB Kellerer vorgelegt, und 2013 von der Grünen-Fraktion als Antrag eingereicht. Obwohl immer wieder schwere Unfälle passieren, und sich unsere Bürger lieber ins Auto setzen, weil sie sich als Radler nicht auf die Straßen trauen, wurde von der CSU-Mehrheit nichts unternommen. Durch den Politikwechsel 2014 wurden die Themen „Radverkehrs-Sicherheit“ und „radlfreundliche Stadt“ nun endlich zur Chefsache. Dass die CSU jetzt geschlossen gegen Tempo 30 stimmt, bloß weil sie nicht in die Vorgespräche einbezogen war, ist eine Schande. Sie hatte jahrelang Zeit, etwas für die Verkehrssicherheit zu tun. Die Konzepte des Verkehrsforums FFB liegen seit über 2 Jahrzehnten der Stadt vor.

Das Europa-Parlament hat 2013 empfohlen, die Regel-Geschwindigkeit in den Kommunen auf 30 km/h herabzusetzen. Bundesweit findet langsam ein Umdenken statt, nach dem Motto „Verkehrssicherheit vor Schnelligkeit“. Der Bundesverkehrsminister und der bayr. Innenminister haben eine großzügigere Genehmigungspraxis für Tempo 30 nicht nur vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen zugesagt, sondern auch auf Schulwegen. Das jetzt vorgelegte Konzept der Stadt schöpft den derzeit möglichen rechtlichen Rahmen aus, und ist schlüssig in der Umsetzung, weil flächendeckend in der ganzen Stadt (übergeordnete Sammel- und Erschließungsstraßen ausgenommen). Es sollen 10 weitere Wohngebiete Tempo 30 erhalten, bzw. bestehende Zonen erweitert werden. Statt dem bisherigen Durcheinander werden jetzt alle Wohnviertel der Stadt einheitlich Tempo 30 Zonen mit Rechts-vor-Links-Regelung. Jeder Autofahrer weiß in Zukunft, wie er seine Fahrweise gestalten muss, wenn er sich in einem Wohnviertel bewegt. Nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Lebensqualität in den Wohnvierteln wird dadurch steigen.

Bisher noch nicht angepackt wurden unsere Wünsche nach Geschwindigkeitsreduzierungen in der Innenstadt, z.B. der Hauptstraße. Die Hauptstraße ist nicht nur Geschäftsstraße mit zahlreichen querenden Fußgängern und regem Radverkehr. Sie ist auch Schulweg für Schulkinder, die die öffentlichen Busse benutzen. Eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h ist hier – wie in der ganzen Innenstadt – aus unserer Sicht unverantwortlich. Früher waren städtische Straßenräume Lebensräume für alle. Da wollen wir wieder hin. Unsere Hoffnung ist, dass in Zukunft alle politischen Fraktionen hier an einem Strang ziehen, sonst werden wir gegenüber dem Straßenbauamt und der Regierung nichts erreichen.

Thomas Brückner, VERKEHRSFORUM FFB

Fürstenfeldbruck, 11.07.2014: Zur Energiewende gehört auch eine Verkehrswende !

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seine Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Die globale Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts soll / muss gegenüber der vorindustriellen Zeit auf maximal 2 °C begrenzt werden. Deutschland wird seine Klimaziele jedoch verfehlen, wenn nicht auch der Verkehrssektor eine entsprechende Minderungsleistung erbringt. Während an der Energiewende im Stromsektor intensiv gearbeitet wird, hat die Bundesregierung bisher eine an den Klimazielen ausgerichtete Verkehrspolitik vermissen lassen. Die Energiewende muss auch eine Verkehrswende sein! Verkehrswende heißt jedoch nicht, dass jeder einfach auf ein Elektro-Auto umsteigt - sofern er es sich überhaupt leisten kann (bei zunehmender Verarmung der Masse unserer Gesellschaft). Aufgabe der Politik aller Fraktionen ist es, der Bevölkerung endlich klar zu machen, dass sie sich in Bezug auf ihr Konsumverhalten, und hier in Bezug auf den Energieverbrauch Ihrer Mobilität erheblich einschränken muss. Erfreulich, dass immer mehr junge Menschen auf das eigene Auto verzichten! Den motorisierten Verkehr weiter durch den Bau neuer Straßen, neuer Trassen zu fördern, ist der grundsätzlich falsche, ja kontraproduktive Ansatz zur Lösung unserer Klimakrise. Denn: „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten!“ Die Situation in der Boom-Region München ist geprägt vom prognostizierten Bevölkerungs-Zuzug (200.000 bis 300.000 bis 2025) und der damit einhergehenden prognostizierten Verkehrszunahme des motorisierten Individual- und Güterverkehrs (Stadt FFB 25% Zunahme bis 2025). Es liegt in unserer Hand, an welcher Stelle und in welchem Maße wir diesem Zuzug die Tore öffnen oder bremsend einwirken. Auf keinen Fall dürfen wir uns der 25%-ige Verkehrszunahme auf unseren Straßen schicksalshaft ergeben. Es ist unsere Aufgabe hier rechtzeitig steuernd und regulierend einzugreifen. Fürstenfeldbruck hat nur 13% Durchgangsverkehr, 87% des Verkehrs (Binnen-, Ziel-. Quellverkehr) sind hausgemacht, sprich: Der Verkehr sind wir selbst! Eine millionenteure, stadt- und umweltzerstörende Umfahrungstrasse ist nicht die Lösung der Probleme. Die Verkehrszunahme muss in erster Linie durch den Umweltverbund (Fußgänger, Fahrräder, Busse und Bahnen) aufgefangen werden. Wir würden uns freuen, wenn der Brucker Stadtrat die Verbesserungen im Umweltverbund mit gleicher Intensität betreiben würde, wie er die letzten Jahrzehnte die Trassen-Diskussion betrieben hat. Wir brauchen in erster Linie einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr mit City- und Expressbussen, den „S4-Ausbau jetzt“, eine sichere, fußgänger- und radfahrerfreundliche Stadt und eine verkehrsberuhigte Innenstadt, in der der Straßenraum wieder Lebensraum für alle ist. Thomas Brückner Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seine Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Die globale Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts soll / muss gegenüber der vorindustriellen Zeit auf maximal 2 °C begrenzt werden. Deutschland wird seine Klimaziele jedoch verfehlen, wenn nicht auch der Verkehrssektor eine entsprechende Minderungsleistung erbringt. Während an der Energiewende im Stromsektor intensiv gearbeitet wird, hat die Bundesregierung bisher eine an den Klimazielen ausgerichtete Verkehrspolitik vermissen lassen. Die Energiewende muss auch eine Verkehrswende sein! Verkehrswende heißt jedoch nicht, dass jeder einfach auf ein Elektro-Auto umsteigt - sofern er es sich überhaupt leisten kann (bei zunehmender Verarmung der Masse unserer Gesellschaft). Aufgabe der Politik aller Fraktionen ist es, der Bevölkerung endlich klar zu machen, dass sie sich in Bezug auf ihr Konsumverhalten, und hier in Bezug auf den Energieverbrauch Ihrer Mobilität erheblich einschränken muss. Erfreulich, dass immer mehr junge Menschen auf das eigene Auto verzichten! Den motorisierten Verkehr weiter durch den Bau neuer Straßen, neuer Trassen zu fördern, ist der grundsätzlich falsche, ja kontraproduktive Ansatz zur Lösung unserer Klimakrise. Denn: „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten!“ Die Situation in der Boom-Region München ist geprägt vom prognostizierten Bevölkerungs-Zuzug (200.000 bis 300.000 bis 2025) und der damit einhergehenden prognostizierten Verkehrszunahme des motorisierten Individual- und Güterverkehrs (Stadt FFB 25% Zunahme bis 2025). Es liegt in unserer Hand, an welcher Stelle und in welchem Maße wir diesem Zuzug die Tore öffnen oder bremsend einwirken. Auf keinen Fall dürfen wir uns der 25%-ige Verkehrszunahme auf unseren Straßen schicksalshaft ergeben. Es ist unsere Aufgabe hier rechtzeitig steuernd und regulierend einzugreifen. Fürstenfeldbruck hat nur 13% Durchgangsverkehr, 87% des Verkehrs (Binnen-, Ziel-. Quellverkehr) sind hausgemacht, sprich: Der Verkehr sind wir selbst! Eine millionenteure, stadt- und umweltzerstörende Umfahrungstrasse ist nicht die Lösung der Probleme. Die Verkehrszunahme muss in erster Linie durch den Umweltverbund (Fußgänger, Fahrräder, Busse und Bahnen) aufgefangen werden. Wir würden uns freuen, wenn der Brucker Stadtrat die Verbesserungen im Umweltverbund mit gleicher Intensität betreiben würde, wie er die letzten Jahrzehnte die Trassen-Diskussion betrieben hat. Wir brauchen in erster Linie einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr mit City- und Expressbussen, den „S4-Ausbau jetzt“, eine sichere, fußgänger- und radfahrerfreundliche Stadt und eine verkehrsberuhigte Innenstadt, in der der Straßenraum wieder Lebensraum für alle ist.

Thomas Brückner
VERKEHRSFORUM FFB

Fürstenfeldbruck, 17.05.2014: Leserbrief zur historischen Amperbrücke SZ-Artikel vom 12.05. und 17./18.05.2014, Tagblatt-Artikel vom 15.05.

Historische Amperbrücke

Der Einsatz unseres OB, auch mit unkonventionellen Mitteln für den Erhalt der historischen Amperbrücke ist zu begrüßen und sicher im Sinne aller Bürger. Jedoch sollte man keine Verkehrspolitik mit Mitteln des Denkmalschutzes machen. Keine Frage, bei unserer Hauptstraße, vom Rathaus bis zur Leonhardi Kirche handelt es sich um ein historisch gewachsenes, schützenswertes Ensemble. Die Brücke ist das Wahrzeichen der Stadt, weil sie Bindeglied zwischen Fürstenfeld und Bruck ist. Ist das Bauwerk einsturzgefährdet (was anscheinend noch gar nicht abschließend untersucht wurde), muss es statisch verstärkt oder in historischer Form ersetzt werden. Eine wesentlich breitere neue Brücke, so sehr für den Radverkehr wünschenswert, würde das historische Bild zerstören. Und ehrlich gesagt: Die Brücke ist zwar eine Engstelle, aber nicht die Ursache für unsere Staus und Verkehrsprobleme. Diese liegen eindeutig in dem hohen Anteil des motorisierten Individualverkehrs, gerade in unserer Innenstadt, der von den beampelten Knotenpunkten vor allem am Rathaus schwer zu bewältigen ist. Wir Brucker selbst machen den Verkehr, nicht immer die anderen! Zur Lösung der Probleme können wir alle beitragen, indem wir weniger Auto fahren und uns alle für eine verkehrsberuhigte Innenstadt stark machen, wo Straßenraum wieder lebendiger Lebensraum für alle wird. Der LKW-Durchgangsverkehr gehört auf jeden Fall nicht in unsere Stadt. Viele andere Städte machen es uns vor, ob München (Umweltzone), Oberschleißheim oder Dinkelsbühl: Sie haben trotz Bundesstraße den LKW-Verkehr aus ihrer Stadt verbannt. Die Zeiten, wo eine Schneiße für den Altstadtring durch Münchens Wohnviertel gebrochen wurde, wo eine Deichensteg-Trasse den Stadtpark zerstören sollte, gehören der Vergangenheit an. Wir alle werden es zu verhindern wissen, dass die 40-Tonner durch unsere Stadt, durch unsere gute Stube rollen. Da habe ich keine Sorge! Aufgabe unseres OBs und aller Stadträte ist es, mit politischen Mitteln und Entscheidungen unsere Stadt und ihre Bürger vor dem LKW-Verkehr zu schützen. Die Lösung der B2-Problematik, eine bürgerfreundliche und gleichzeitig eine die Natur schonende Lösung zu finden, ist Sache des Staatlichen Bauamtes! Solange diese nicht gefunden ist, muss der LKW-Verkehr weiter über die Südumgehung geleitet werden.

Thomas Brückner
VERKEHRSFORUM FFB